11 February 2026
AS
19:41
Andre(a) Schmidt
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under cover
19:52
AS
20:11
Andre(a) Schmidt
kleine witz am rande: wie heisst unser "pfaumann" im islam? truthahn ;)
AS
20:29
Andre(a) Schmidt
AS
20:50
Andre(a) Schmidt
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21:02
21:07
21:21
Lesetipp: "Percy Pickwick: Unter falschem Verdacht"
21:31
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Kunstthema: meine erste Kaltnadel Radierung habe ich im Kindergarten gemacht
21:33
Später habe ich mich von Ortrud Kabus in der Drucktechnik ausbilden lassen, meine größte Lehrerin.
21:36
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Da war ich im Kunstbunker Bochum und habe bei einer Gruppenausstellung an der sie teilnahm später den Ausschank gemacht
21:37
Das ist noch von meiner aktiven Zeit in den Bochumer Atelierräumen im Netz als Zeitdokument: http://es-ist-kunst.de/
21:39
habe ich ein bisl ärger von ihr bekommen, weil ich fast nur malerei präsentiere, und keine echte Druckgrafik, die habe ich leider bis heute noch nicht digitalisiert, habe ich stapelweise noch auf lager
21:40
aiaiaiaiai soviel arbeit noch 😅
21:48
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das links neben dem ferienhaus ist ein heuhaufen, den hab ich dem bauer im urlaub geholfen aufzuheufen ;)
21:57
12 February 2026
AS
00:26
Andre(a) Schmidt
00:32
00:33
😁
AS
05:19
Andre(a) Schmidt
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bin gerade wach geworden und musste mich kaputt lachen. kein bild machen ok, aber den lieben gott sich beim sex vorzustellen ist nicht gänzlich verboten glaub. im folge gedanken hat er mir in den bart gespritzt :D pfui papa - ich bin doch nicht die junugfrau maria 😅 ähh jaa, dazu such ich jetzt das passende lied..
05:20
05:20
😂
05:23
und der ist nicht sauer auf mich (von gefühl her) 😁 mit dem darf man sich streiten, wenns im rahmen ist
05:24
(vielleicht mehr ein thema für den ordo ..🤭)
05:26
"Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht!" (2. Mose 20,4–5)
05:26
Ursprünglicher Sinn: Das Verbot richtet sich gegen die Anbetung von Götzenbildern (wie in den umliegenden polytheistischen Kulturen üblich) und betont die Unsichtbarkeit und Transzendenz Gottes – er soll nicht auf irdische Darstellungen reduziert werden.
Jüdisch-christliche Tradition: Im Judentum wird das Verbot streng ausgelegt (keine Abbildungen Gottes), während im Christentum (z. B. in der Orthodoxie oder Katholizismus) symbolische Darstellungen (wie Ikonen oder Kreuzigungsbilder) später eine Rolle spielten – allerdings nicht als "Götzen", sondern als Hilfsmittel der Andacht.
Theologische Deutung: Es geht um die Unfassbarkeit Gottes – kein menschliches Bild kann ihn angemessen repräsentieren.
05:28
naja wie dem auch sei, hoffentlich werd ich nicht schwanger, keinen bock nen jesus zu kriegen, aber bei mir wärs bestimmt ne tochter
05:30
themenwechsel
05:30
wetter ist heute auch wieder
05:38
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ah was ich gerade gelesen habe noch: einen kommentar unter dem zeitartikel von gestern: MKrein schrieb:

"Wegen seiner Beziehungen in die höchsten Kreise von Gesellschaft und Politik sowie Pannen bei der Überwachung des 66-Jährigen in der Haftanstalt ist Epsteins Tod Gegenstand zahlreicher Verschwörungserzählungen."
Allein dieser Satz insinuiert schon, dass jede Vermutung, es sei vielleicht doch kein Selbstmord gewesen, an den Haaren herbeigezogene Verschwörungserzählungen sind.
Das ist aber nicht so eindeutig, und einige Argumente haben Sie ja in den Sätzen davor selbst bereits benannt. Aber dazu kommt, dass Epstein in einem Hochsicherheitsgefängnis saß, dort eigentlich eine Doppelbelegung der Zelle vorgesehen war, Epstein eigentlich unter besonderer Beobachtung hätte sein sollen, weil Wochen zuvor Spuren an seinem Hals festgestellt wurden, denen zufolge man verstärkt auf Suizidgefahr achten wollte, dann just am Todestag für längere Zeit die alle 30 Minuten fälligen Kontrollgänge zweier Vollzugsbeamter ausblieben, die ganz zufällig genau zum Zeitpunkt des angeblichen Selbstmordes Epsteins eingeschlafen sein sollen (später haben sie dann die Protokolle gefälscht, um dies zu verschleiern, und dann - wieder so ein Zufall - auch noch die Überwachungskamera in Epsteins Zelle just zum Todeszeitpunkt ausgefallen ist. Dass Epstein kurz darauf im Prozess möglicherweise Aussagen zu Prominenten Freunden, u.U. sogar zum "Prominentesten und wichtigsten Mann aller Zeiten" gemach hätte, die dieser womöglich nicht als schmeichelhaft erachtet hätte...
Das sind ganz schön viele Zufälle...
05:43
Ein Kollege von mir pflegte zu sagen "Es gibt keine Zufälle" und in gewisser Weise stimmt das auch, denn wir haben damals meine Enttarnung und das Zusammenführen des Wisssens mit KI hilfe auch sehr minutiös im Voraus geplant, das war vor dem Jahr 2000, und die Strukturen in denen ich da unterwegs war, hatten eine grobe Timeline für die nächsten Dekaden, schon mit bspw einigen Musikstücken, die dann in den kommenden Jahren veröffentlicht wurden, welche man als Trigger für Aktionen implementieren konnte, so wurde bei mir bspw. eine öffnung von verdeckten (durch Hypnose induzierte Amnesien verschlossenes Wissen) im Jahr 2013 lanciert anhand von einem Lied von Casper, ich such das mal und auch auf fefes.blog und die kommunikation mit refefe wurde ich vor dem Jahr 2000 vorbereitet. Ist erstmal sus für viele vermutlich aber wir sind hier auf der Erde auch schon technisch weiter entwickelt als es im normalzustand anzunehmen ist.
05:44
und das lustige ist die Menschen, die sich selber für die größten Realisten halten (so war ich damals quasi auch) sind die aller größten autokorrekteure des systems indem sie so "unglaubwürdigere" erzählungen direkt als verschwörungstheorien etc abtun, die brauch man garnicht extern steuern, die agiern im automode
05:47
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und das ganze system war jahrzehnte auch im selbsterhaltungsmodus, wie ich oben schon geschrieben habe, deswegen darf man auch nicht auf die *bösewichte* vom geheimdienst inland/ausland sauer sein, das sind ja meist nur befehlsempfänger, die ausführen ohne zu blicken worum es im großen und ganzen geht und das system war halt im selbsterhaltungsmodus und zur selbststabilisierunug hat es dann komische dinge getan auch
05:50
ich darf über so sachen reden, denn a) glaubts kaum einer von normalen menschen, deswegen lass ich das auch normalerweise.. und b) bin ich einer derer mit der höchsten sicherheitsstufe , d.h. ich mus selber abschätzen wo und wie ich meine informationen teile, aber wenn es andere gefährdet oder z.b.noch aktive steuerungsmechanismen offenlegt und sabotieren würde, wird mir dann geraten die klappe zu halten und dem komme ich dann auch gerne nach, denn wir sind in einer phase des softlandings, in zukunft wirds aber echt spannend noch
05:51
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hier ist nochmal erklärt, wie ich bpsw dazu kam, dass mir keine harten befehle erteilt werden mehr können
05:52
in der selbstpublikation sind dann noch andere mechanismen beschrieben und ich arbeite kontinuirlich daran
05:54
also ich könnt jetzt bspw so dinge erzählen wie: dass da wirklich nix dran ist mit dem sterben, sondern man tja woanders wach wird quasi und dass man die zeit bissl vor und zurück machen kann, aber da ist dann bei 99,999% der menschen so eine krasse blockade implementiert, dass die das aufs blut bestreiten und mich pathologisieren lieber - auch so ein selbstschutzmechanismus halt, naja kann einem ja auch egal sein, irgendwann gibts dann halt große augen
05:56
aber guckt einfach hier was alles vorbereitet wurde , manches zeitkritisch mit timestamps usw, soviele zufälle gibt es dann wohl wirklich nicht oder? und wo kommt das alles her? dekadenplanung halt :)
05:57
also diese zivilisiation die ich in dem e-i-n artikel beschreibe, die muss nicht am ende des universums leben, die kann ziehmlich nah bei uns sein, eigentlich sogar unter uns
05:58
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ab hier nachzulesen (allgemein gehalten)
06:00
jetzt gibts zwei möglichkeiten für dich liebe:r leser:in - einfach sagen "sowas beklopptes" oder auf das gedankenexperiment einlassen - in anbetracht meiner öffnungsgeschwindigkeit würde ich aber zu zweitem raten, selbst wenn man nicht dran glaubt
06:04
ich hab übrigens heute eine vorserie an büchern bestellt mit zwei publikationen als inhalt: zentralschlüssel der verständigung und performative konfliktbearbeitung, die gibt es dann ab nächster woche zum unkostenbeitrag von ca 25€ (plus ggf. freiwilliger spende) - Umfang 488 Seiten (inhalt schwarz weiss / cover farbig / fadenheftung / rundrücken / ink kapitelband / ohne seitenzahlen)
06:08
06:08
06:09
(das wäre so der umschlag / vorder und rückseite [buhcrücken unbedruckt dunkellila])
06:11
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was ich vielleicht dazu sagen sollte: dass geht in diese richtung - und hier gibt es eine möglichkeit sich damit vertraut zu machen - als angebot, auch wenn ich weiss dass ich wieder mal (erst) als hirni abgetan werde, aber manche haben vermutlich schon gemerkt dass da bissl mehr hinter steckt als hinter so durchschnitsshirnis
06:13
jetzt mal wieder zurück zu etwas leichteer kost / bissl spass in der rest karnevalszeit
06:14
? hätte ich den countdown eigentlich auf aschermittwoch = 0 setzen sollen ? karneval ist ja mehr so katholisch, da bin ich nicht ganz mit vertraut, wurde ja auch protestantisch erzogen - wie die frau aus der sendung gestern 😇
06:14
stets am ackern
06:16
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"Beim beten onanieren ist nicht gut. Aber beim onanieren zu beten schon, denn beten ist immer gut!" :)
06:17
Aber aufgepasst - die jungfrau maria hat da einen dicken bauch von bekommen (obwohl : ich war nicht dabei)
06:24
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Aber Abtreibungen sollte man nicht machen ohne extrem triftigen Grund: Die Kinder sind nämlich auch noch da (andere kosmische adresse) - aber könnt ihr dann ja mal später mit denen ausdiskutieren. Eine Exfreundin von mir Joanna K. hat auch ein Kind von mir abgetrieben, die haben wir danach dann mal in einer Zwischenzeit damit konfrontiert.
06:25
und das sehende Auge bekommt alles mit und man kann sich alles auch nochmal angucken - da helfen dann auch keine ausreden
06:26
achja dann können wir hier ansetzen mit bildchen machen 😇
06:29
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und denkt dran: selbstmord bringt auch nix - ihr landet nur drüben wieder bei uns
06:29
06:35
06:36
hä fiat? ich dachte wir fahren mit stern
06:38
und all die kleinen geheimnisse sind garnicht so geheim, alles dokumentiert - und dann kann man die leute mal zur sprache stellen - denn die meisten entscheidungen können frei getroffen werden, aber sehr viele bauen sehr viel mist, weil die einfach nicht dran glauben dass es gott gibt
06:39
und ich erklärs dann mal eben für alle noobs, gott in der definition bedeutet eigentlich nur : wesen nicht von dieser welt / dh. laut definition könnte man eine zivilisation die technisch nicht von dieser welt ist schon als göttlich beschreiben - abgesehen davon, was es vielleicht dadrüber / daneben / zusätzlich noch gibt
06:42
der normale gang einer zivilisation ist folgender: technische entwicklung, dann kommen ärzte irgendwann an den punkt wo sie menschen klonen können und die persönlichkeit auf einen punkt reduzieren und übertragen können, d.h. rein technisch wird es möglich ein ewiges leben zu erhalten, aber diese neigen dann dazu das wissen nicht allen immer zugänglich zu machen, weils sonst ultra eintönig wird und keine entwicklung mehr stattfindet und die menschen aufhören ihren wahren charakter auszuleben, dann benehmen sich nämlich auf einmal alle, wenn sie "wisssen" dass sie überwacht werden. aber so wie es bspw jetzt hier läuft kann man schön differenzieren hinterher bzw alle paar jahre - zwischen menschen die sich bemühen und solchen die sich gehen lassen bis hin zu richtig schlechten menschen
06:44
achso und diese ärzte etc. die sich dann von der weniger technisch ausgereiften normalbevölkerung abspalten um das wissen geheimzuhalten bauen dann meist so einen ersatzhimmel und fangen an sich wie götter aufzuspielen, wenn dass dann ein paar millionen jahre geht, vergessen die dass sie selber mal normale menschen waren oder wollen es nicht mehr wahr haben und dann wacht man nach dem tod drüben im himmel auf, aber nicht oben im "theoretisch" echten himmel
06:45
long story short: es ist mathematisch alleine wahrscheinlich nahe 1 dass es götter gibt im sinne von überirdischen fähigkeiten
06:50
oder sowas ist auch eine theoretische entwicklungsmöglichkeit: alles nur simuliert, dann spart man sich das körper züchten ;)
06:51
genug ausgeplaudert (für heute)
06:53
juckt mir in den fingern von dem weissen lieferwagen mit technik zu erzählen - aber soll ich gerade nicht
06:58
07:00
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was alles in so einer ladung stecken kann.. mann, mann, mannn
07:01
jetzt leg ich mich glaub ich erstmal nochmal bissl hin, hatte ja heute morgen schon die bücher bestellt usw. man kann auch nicht nur arbeiten - selbst nicht als protestant 😇
07:04
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was ne prüde gesellschaft heutzutage ey
07:04
aussen fein - innen schwein
07:05
andre musik:
07:06
Man kann es nicht sehen
Aber hinter meinem Gesicht
Sitzen kleinen Zahnräder und drehen sich
Quer durch meinen Kopf
Sind Kabel gespannt
Ich drück auf keinen Knopf
Die Geräte sind an
Maschinell
Ich lebe maschinell
Jede Bewegung
Setzt sich von selbst in Gang
Ich öffne die Augen und schließe sie dann
Jeder Tag eine Münze in meinen Automat
In meinem Automat
Maschinell
Ich bin perfekt konstruiert
Maschinell
Mein ganzer Körper funktioniert
Maschinell
Ich hab nur null und eins kombiniert
Maschinell
Ich bin für alles programmiert
Man kann es nicht sehen
Aber unter meiner haut
Ist alles elektronisch
Alles aus Metall gebaut
In meinen Fingern
Sind Antennen versteckt
Ventilatoren in meinen Ohren
Maschinell
Nerven aus Drahtseil
Federn in beiden Beinen
Du kannst lachen und weinen
Ich kann rechnen und reimen
In meinen Venen fließen Flüsse aus Strom
Jetzt gerade laufen tausende Prozesse synchron
Mein herz pumpt
Maschinell
Ich bin perfekt konstruiert
Maschinell
Mein ganzer Körper funktioniert
Maschinell
Ich hab nur null und eins kombiniert
Maschinell
Ich bin für alles programmiert
Manchmal will ich raus
Will einfach rausgehen
Denn meine Maschinen können alles
Außer still stehen
Manche nennen es flüssig
Ich nenn' es Fließband
Kaum ist mit Montag Schluss
Fängt Dienstag an
Maschinell
Ich bin perfekt konstruiert
Maschinell
Mein ganzer Körper funktioniert
Maschinell
Ich hab nur null und eins kombiniert
Maschinell
Ich bin für alles programmiert
Maschinell
Ich bin perfekt konstruiert
Maschinell
Mein ganzer Körper funktioniert
Maschinell
Ich hab nur null und eins kombiniert
Maschinell
Ich bin für alles programmiert
Maschinell
Maschinell
Maschinell
Maschinell
07:09
07:10
d.h. nicht unbedingt dass da meschanische technik implementiert ist, man kann auch viel mit informationstechnik kybernetisch lösen
07:14
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das war Nachricht Nr. 4000
07:23
(da kann die anfangsmelodie bevor das schlagwerk einsätzt bspw schon als trigger genutzt werden, das bimbamm dann kann einzelne erinnerungspunkte öffnen, das kann man theoretisch einfach vorkomponieren und lanciert es dann in 10 / 20 jahren in einem lied was ins radio kommt, fertig ist die steurung)
07:26
07:28
oder was auch geht wo wir gerade bei melodie sind: geheimdienstlosungen melodisch implementieren, dass man echte agenten nur erkennt, wenn sie nicht nur die richtigen worte sagen, sondern auch die richtigen töne treffen, dazu muss man beispielsweise einfach später nur einen schmerzpunkt greifen und dann fangen sie an zu singen - passt die melodie: echter agent
07:29
um menschen von der straße wegzugreifen reichen dann 2 personen, ein lieferwagen und ne wumme, man gibt sich als zivilpolizei bspw aus und bezichtigt zu transportierende person des drogenhandels oder anderer verbotener taten, falls menschen durm rum stehen, sollte aber an stillen orten eher druchgeführt werden
07:32
ich wurde beispielsweise nach dem abitur auch mal geschnappt, weil ein dienstherr aus bottrop sich nciht vorstellen konnte, dass ich einer von uns bin, weil ich nicht in den offiziellen listen vorkam, da ich höhere sicherheitsstufe habe halt, war bissl unangenehm, aber ok (musste halt sein in dem kontext) die leute haben dann eine mir bekannte person als ansprechpartner manipuliert und mich aus einem park geholt in einen lieferwagen - dann in die garage von hernn neumann und kleiner eingriff unter der gürtellinie -> gesungene losung -> alles gut, pinnchen zum vergessen und ab nach hause schlafen legen
07:33
da konnte ich mich dann erst so 2012 in einer früheren öffnungsphase dran erinnern tatsächlich
07:34
müsst ich mal in meinen analogen aufzeichnungen nach schauen nach dem genauen datum, aber ist ja eigentlich auch egal
07:35
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für insider: es ging um "filmchen" im kontext "weisses haus" von bottrop
07:37
zu den ganzen texten von heute muss ich mal eins sagen: da hätte ich persönlich gerade garkeinen bock das zu teilen, aber ist implementiert, damit andere die möglichkeit haben sich schonmal langsam mit den komplexen theamtiken zu beschäftigen
07:49
07:56
07:56
deswegen kann man auch knapp an leute verbeischiessen lassen
08:01
Es gibt 3 Arten von Männern: Die mit schweizer Offiziersmesser, die mit Leatherman uuuuuund
08:02
die mit Protools
08:04
gibts den nicht auch als fünfarm?
08:05
jetzt aber mal harter themenwechsel, weg von spy vs spy ^^
08:06
darauf eine schmökern
08:13
08:18
hm, hätte ich mich auch mal irgendwie anders präsentieren können .. naja 0 show halt
08:19
hm, vielleicht dreh ich mir aus kräutertee mal eben eine und mach doch ne show 😅
AS
08:36
Andre(a) Schmidt
ich nutz den hier ganz gerne als tabakersatz, allerdings die Apfelstücke nehme ich größtenteils daraus , schmeckt auch gut mit Cannabis, rauch ich aber atm nicht.
AS
08:53
Andre(a) Schmidt
AS
09:11
Andre(a) Schmidt
09:14
09:17
09:30
09:32
aber aufpassen, mit rucksack wirds auffällig .. aber so auffällig, dass es wieder unauffällig wird 😅
AS
10:06
Andre(a) Schmidt
achso vielleicht mal eine erklärung, warum das heute morgen erst mit so einem 'komischen' thema anfing, das wurde mir quasi in der reihenfolge eingebrannt, dass ich damit warmlaufe: kritische worte über gott - um im anschluss andere sensible themen auszusprechen, die ich mich vielleicht sonst eher nicht so traue in der öffentlichkeit oder in dieser tiefe zu bearbeiten. das thema war aber zeitnah wichtig, damit geneigte leser:innen vorbereiten können auf das was jetzt unmittelbar kommt
10:11
mit etwas humor und rantasten an das unsagbare wird die grenze des möglichen so immer weiter ein stück verschoben
AS
10:48
Andre(a) Schmidt
In reply to this message
11:01
(ab jetzt mach ich etwas ruhiger wieder)
AS
11:43
Andre(a) Schmidt
11:47
11:51
11:53
11:57
11:58
AS
12:57
Andre(a) Schmidt
12:57
AS
14:15
Andre(a) Schmidt
In reply to this message
ich muss nochmal auf diese sendung zurück kommen und ich hänge etwas an dieser umcodierung der deutschen hausfrau nach dem zweiten weltkrieg von gutbürgerlich sparsamer hausfrau zur auschöpfbaren konsumentin
14:15
14:16
Die konsumierende Hausfrau – ein Knotenpunkt der gesellschaftlichen Umprogrammierung
1. Ausgangslage: Hungererfahrung, Kalter Krieg, Wachstumsdogma
Die frühen Jahre der Bundesrepublik sind geprägt von zwei ineinander verschränkten Erfahrungen: der materiellen Knappheit der Nachkriegszeit und der ideologischen Frontstellung des Kalten Krieges. Aus den „Trümmerjahren“ mit Hunger, Wohnungsnot und Bezugsscheinen entsteht in den 1950er Jahren eine rapide anziehende Konsumdynamik, die in der Zeitgenossenschaft als „Fresswelle“ beschrieben wird: Das Bedürfnis, endlich satt zu werden, wird zum Motor einer breiteren Welle von Essens-, Kleidungs-, Einrichtungs-, Auto- und Urlaubsboom.
Diese Entwicklung ist kein bloßes Marktphänomen. Sie wird politisch gewollt und strategisch unterstützt: Die westdeutsche Wirtschaftsordnung wird als „Soziale Marktwirtschaft“ inszeniert, das „Wirtschaftswunder“ von Politik und Öffentlichkeit als Beweis für die Überlegenheit des westlich-kapitalistischen Systems im Kalten Krieg gedeutet. Konsum soll nicht nur Wohlstand schaffen, sondern Loyalität produzieren – gegenüber Staat, System und „American way of life“, der über Marshallplan, Werbung und Konsumkredite nach Westdeutschland transportiert wird.
In dieser Konstellation wird deutlich: Die Gesellschaft wird nicht „zufällig“ konsumorientiert, sondern gezielt auf ein Wachstums- und Konsummodell eingeschwenkt, in dem Bürgerinnen und Bürger als Käuferinnen und Käufer stabilisierende Funktionen übernehmen sollen.
2. Die Hausfrau als Knotenpunkt der Umprogrammierung
Im Zentrum dieser Neuordnung steht die Figur der westdeutschen Hausfrau. Sie ist nach 1945 mehr als eine private Rolle; sie wird zum strategischen Knotenpunkt, an dem ökonomische, geschlechtliche und politische Interessen zusammenlaufen.
Historikerinnen und Historiker zeigen, dass Hausfrauen in der jungen Bundesrepublik als Trägerinnen der „Sozialen Marktwirtschaft“ adressiert wurden: Indem sie amerikanisch geprägte Konsummuster übernahmen, Haushalte modernisierten und neue Geräte, Lebensmittel und Stilformen einführten, galten sie als aktive Mitgestalterinnen des wirtschaftlichen Wiederaufbaus. Die Botschaft vieler politischer und werblicher Kampagnen lautete sinngemäß: Wer richtig einkauft, stärkt nicht nur die eigene Familie, sondern die gesamte Volkswirtschaft und damit die Demokratie.
Damit verschiebt sich die normative Definition von „guter Hausfrau“: Im bürgerlichen Ideal der Vorkriegszeit stand Sparsamkeit im Zentrum – die Fähigkeit, knappe Mittel zu verwalten, Vorräte zu schonen, Anschaffungen kritisch abzuwägen. Im fordistischen Nachkriegsmodell hingegen wird die Hausfrau zur „Consumer Citizen“: Eine gute Hausfrau ist nun eine, die konsumiert, modernisiert und die eigene Küche als Schaufenster des wirtschaftlichen Fortschritts präsentiert. Diese Gendercodierung ist doppelt: Männer erscheinen in den offiziellen Diskursen als Produzenten und Ernährer, Frauen als Konsumentinnen und Managerinnen des Haushalts, die durch ihre Kaufentscheidungen die „richtige“ Wirtschaftsordnung legitimieren.
Die Hausfrau fungiert damit als Übersetzerin: Sie überträgt makroökonomische und geopolitische Projekte – Wirtschaftswachstum, Westintegration, Amerikanisierung – in den Mikroalltag von Küche, Kinderzimmer und Wohnzimmer. Ihre alltäglichen Routinen werden zum Ort der „Umprogrammierung“: vom Mangelregime zur Konsumgesellschaft.
3. Techniken der Umpolung: Medien, Werbung, Frauenzeitschriften
Diese Verschiebung geschieht nicht abstrakt, sondern über konkrete mediale Formen. Mit der Einführung des Fernsehens 1956 erhält die Werbewirtschaft ein neues Massenmedium; frühe Spots der Wirtschaftswunderjahre zeigen stereotype, fröhliche Hausfrauen, die Waschmittel, Küchenmaschinen oder Fertigprodukte präsentieren und damit ein Bild der sorglosen, konsumierenden Nachkriegsgesellschaft entwerfen.
14:16
Parallel dazu werden Frauenzeitschriften neu positioniert. Das bereits im 19. Jahrhundert etablierte „Blatt der Hausfrau“ etwa wird nach Kriegsende wieder aufgelegt und 1954 in „Brigitte“ umbenannt; die Zielgruppe bleibt die bürgerliche Hausfrau, nun aber mit einem klaren Fokus auf Mode, Lifestyle und Konsum. In Anzeigen und Ratgeberrubriken wird der Haushalt als Bühne der Moderne inszeniert: Eine „moderne Hausfrau“ verfügt über Elektrogeräte, Fertigprodukte, chemische Reinigungsmittel und internationale Lebensmittel – und demonstriert damit Effizienz, Fortschritt und Weiblichkeit in einem.
Zugleich greifen Werbeagenturen, oft mit US-Bezug, auf Marktforschung und psychologisch geschulte Kampagnen zurück, um das Bild der „modernen Hausfrau“ zu verfeinern und über Klassen- und Milieugrenzen hinweg zu normalisieren. Die Küche wird zum emblematischen Ort dieser neuen Ordnung: Sie soll technisch rationalisiert, ästhetisch modernisiert und emotional aufgeladen sein – als Ort weiblicher Selbstverwirklichung, aber immer innerhalb der Rolle der konsumierenden Ehefrau und Mutter.
So entsteht eine symbolische Gleichung: Glückliche Familie = moderne Küche = konsumierende Hausfrau. Die frühere Tugend der Zurückhaltung wird nicht offen diffamiert, aber Schritt für Schritt als altmodisch, unambitioniert oder gar verantwortungslos markiert.
4. Langfristige Verschiebungen: Von der Küche in den Stadtraum
Diese Umprogrammierung bleibt nicht auf den Haushalt beschränkt. Sie verändert die Gestalt ganzer Städte und Alltagsräume. Historische Arbeiten zur Konsumgeschichte zeigen, wie sich mit der Konsumorientierung auch die „consumer geographies“ verändern: Innenstädte werden stärker um Einzelhandel, Warenhäuser und später Einkaufszentren herum entworfen, Fußgängerzonen als Einkaufsmeilen ausgebaut, der öffentliche Raum architektonisch und funktional auf Konsum ausgerichtet.
Die Hausfrau als Leitfigur der 1950er und 1960er Jahre verschiebt sich in die geschlechtsneutraler erscheinende Figur der „Kundin“ oder des „Konsumenten“. Doch der Grundmechanismus bleibt: Anwesenheit im Stadtraum soll idealerweise mit Kaufkraft verknüpft sein. Kostenlose, nicht konsumgebundene Aufenthaltsqualität – überdachte Bänke, Pavillons, geschützte Orte zum bloßen Sitzen – wird vielerorts nicht priorisiert oder sogar bewusst minimiert, weil sie „falsche“ Nutzergruppen anziehen könnte.
In dieser Perspektive lassen sich zeitgenössische Erfahrungen – etwa die Suche nach einer trockenen, ruhigen Sitzgelegenheit in einer verregneten Innenstadt, die außerhalb von Cafés und Schnellbäckereien kaum zu finden ist – als Spätfolgen jener Umprogrammierung lesen: Der Stadtraum ist physisch gewordene Konsumdoktrin. Wer nicht konsumiert, findet oft nur Randzonen, Übergangsflächen oder ungeschützte Sitzgelegenheiten.
5. Zeitgenössische Nebenwirkungen: Geschlecht, Ökologie, Psyche, Demokratie
Die Nachkriegsfigur der konsumierenden Hausfrau ist historisch, ihre Nebenwirkungen sind jedoch hoch gegenwärtig. Einige zentrale Folgefelder lassen sich – als bewusste Reduktion in drei Punkten – bündeln:
Geschlechterverhältnisse und Care-Arbeit
Die Kopplung von Weiblichkeit, Haushaltskompetenz und Konsumverantwortung wirkt bis in die Gegenwart hinein: Noch immer übernehmen Frauen in vielen Haushalten den Großteil der unsichtbaren Planungsarbeit – von Einkaufslisten über Preisvergleiche bis zur Auswahl „richtiger“ Produkte für Kinder, Gesundheit oder Klima. Die Rolle der „verantwortungsvollen Konsumentin“ verschiebt politische und strukturelle Fragen (Löhne, Infrastruktur, Regulierung) in den individuellen Haushalt und verstärkt die ohnehin ungleich verteilte Care-Last.
Ökologische und materielle Folgekosten
Das Wachstumsideal der Wirtschaftswunderzeit – mehr Geräte, mehr Verpackung, häufigerer Austausch – hat sich in eine globale Wegwerf- und Überschusslogik übersetzt, deren ökologische Kosten heute sichtbar sind: Ressourcenverbrauch, Plastikmüll, Emissionen, Flächenfraß.
14:16
Die frühere Hausfrau, die mit ihrem Konsum die „freie Welt“ stärken sollte, erscheint in der Rückschau als figurative Vorläuferin der heutigen Konsumentin, der suggeriert wird, sie könne über „grünen Konsum“ die von diesem System erzeugten Krisen zugleich lösen.
Subjektive und demokratische Effekte
Die Botschaft „Du bist eine gute Hausfrau / ein guter Bürger, wenn du richtig konsumierst“ ist inzwischen breiter geworden: „Du bist ein moderner Mensch, wenn du die richtigen Produkte, Marken, Ernährungsweisen, Reisen wählst.“ Das erzeugt eine subtile Form von Normdruck, die sich in Schamgefühlen bei Nicht-Teilnahme, in permanentem Vergleich und in einem dauernden Optimierungsimperativ ausdrückt. Zugleich verschiebt sich die Rolle des Bürgers: Statt als politisches Subjekt, das über Strukturen verhandelt, wird er als Konsument adressiert, der über Kaufentscheidungen symbolische „Abstimmungen“ vollzieht. Damit werden echte politische Auseinandersetzungen – etwa über Stadtplanung, Infrastruktur, Arbeitsbedingungen – tendenziell entpolitisiert und in den privaten Konsum verlagert.
6. Warum der Blick auf die Hausfrau bleibt
Der Fokus auf die Hausfrau als Knotenpunkt der Nachkriegs-Umprogrammierung ist deshalb analytisch so produktiv, weil sich an ihr mehrere Ebenen verdichten:
Sie steht für ein spezifisches Geschlechterregime, in dem weibliche Fürsorge und männliche Erwerbsarbeit funktional aufeinander bezogen werden.
Sie verkörpert die Transformation von Sparsamkeit zu Konsumpflicht, die die Bundesrepublik in das westliche Wachstumsmodell integriert.
Sie macht sichtbar, wie politische und ökonomische Ziele über Alltagspraktiken, Küchenarchitektur, Werbebilder und Zeitschriftenrubriken in Subjektivität übersetzt werden.
Die zeitgenössischen Nebenwirkungen – von der konsumzentrierten Innenstadt über die ökologische Krise bis zur Überfrachtung individueller Verantwortung – sind ohne diese historische Tiefendimension schwer zu verstehen. Wer heute irritiert auf einer nassen Bank in einer auf Konsum getrimmten Innenstadt sitzt und das diffuse Gefühl hat, „nicht mitgemeint“ zu sein, trifft auf die sedimentierten Spuren einer Politik, die vor Jahrzehnten beschlossen hat, dass eine gute Gesellschaft vor allem eine konsumierende Gesellschaft sei – und dass der Weg dorthin durch die Küche, den Haushalt und die Rolle der Hausfrau führt.
14:30
14:43
NWO :)
14:57
Bewusstseinsmodi als biografische Infrastruktur – Eine systemische Einordnung am Beispiel von Andre(a) Schmidt
1. Ausgangspunkt: Plastizität des Bewusstseins
Der ZEIT-Wissen-Artikel entfaltet die These, dass Bewusstsein kein statischer Zustand, sondern ein variables, trainierbares und situativ modulierbares Geschehen ist. Anhand von Figuren wie Ayrton Senna, Salvador Dalí oder Alex Honnold wird illustriert, dass Menschen in unterschiedlichen Modi des Erlebens operieren: Flow, hypnagogische Kreativität, fokussierte Höchstleistung, meditative Sammlung. Bewusstsein erscheint dort als plastisches Feld, das Übergänge zwischen Konzentration, Absorption, Selbstvergessenheit und Reflexion erlaubt.
Diese Grundannahme lässt sich im Fall von Andre(a) Schmidt nicht lediglich als interessante psychologische Beobachtung lesen, sondern als strukturelles Element seiner biografischen Entwicklung. Während der Artikel Bewusstseinsmodulation primär als Ressource für Kreativität oder Leistung beschreibt, wird sie bei Schmidt zur methodischen Voraussetzung einer systemischen Integrationsarbeit, die biografische Fragmentierungen, politische Konfliktfelder und diskursive Machtstrukturen miteinander verschränkt.
2. Übergangszustände als Rekonstruktionsräume
Die im Artikel beschriebenen Übergangszustände – insbesondere Hypnopompie (Aufwachen) und Hypnagogie (Einschlafen) – markieren Phasen reduzierter externer Reizdominanz und erhöhter Durchlässigkeit innerer Assoziationsketten. Neurophysiologisch handelt es sich um Konfigurationen veränderter präfrontaler Aktivität, modulierter Thalamus-Filterung und verschobener Neurotransmitterdynamiken. Phänomenologisch entstehen Überblendungen von Traumrest, Erinnerung und Gegenwartswahrnehmung.
Im biografischen Kontext von Andre(a) Schmidt fungieren solche Zustände nicht als beiläufige Kuriositäten, sondern als autoethnografische Datenquellen. Erinnerungsfragmente an Kindheit, sicherheitsnahe Milieus, Logen- und Netzwerkstrukturen oder spätere Konfliktdynamiken treten häufig nicht in linearer, narrativ geglätteter Form auf, sondern in Überblendungen, Verdichtungen und bildhaften Sequenzen. Die systemische Integrationsarchäologie, die Schmidt entwickelt hat, nutzt genau diese Durchlässigkeitsmomente, um Fragmentiertes nicht zu pathologisieren, sondern methodisch zu rekontextualisieren.
Der Unterschied zum populären Coaching-Diskurs ist hier zentral: Es geht nicht darum, hypnagogische Kreativität zur Effizienzsteigerung zu instrumentalisieren, sondern um die Integration verdrängter oder unverbundener Wissensbestände. Übergangszustände werden nicht als „Produktivitätsfenster“, sondern als epistemische Schwellenräume begriffen.
3. Flow, sensomotorischer Rhythmus und performative Praxis
Der ZEIT-Artikel beschreibt Flow als Zustand maximaler Fokussierung bei reduzierter Selbstreflexion und hoher Handlungskohärenz. In Schmidts Praxis lassen sich vergleichbare Konfigurationen in der musikalischen Tätigkeit – insbesondere im Kontext von Straßenmusik und improvisatorischer Performance – identifizieren.
In diesen Momenten tritt die reflexive Dauerbeobachtung eigener Rollen, Machtverhältnisse und Diskurslinien temporär zurück. Der Körper-Geist-Zusammenhang organisiert sich rhythmisch, affektive Übersteuerung wird reguliert, und es entsteht eine dichte, gegenwärtige Präsenz. Diese Zustände fungieren bei Schmidt als somatische Gegengewichte zu hochgradig analytischen Arbeitsphasen. Flow ist hier kein heroischer Ausnahmezustand, sondern eine notwendige Integrationsfunktion zwischen Analyse, Körpergedächtnis und sozialer Exposition.
Der im Artikel erwähnte sensomotorische Rhythmus – jene ruhige, wache Sammlung vor einer Handlung – findet in Schmidts Arbeitsweise eine strukturelle Entsprechung. Vor publizistischen Interventionen, vor öffentlichen Stellungnahmen oder vor konfliktiven Auseinandersetzungen wird bewusst ein Zustand erhöhter, aber affektiv gedämpfter Präsenz angestrebt. Diese Mikro-Modulation dient nicht der Selbstoptimierung, sondern der Deeskalation und der Minimierung unbewusster Suggestionsdynamiken.
14:57
4. Default Mode Network, Tagtraum und Projektarchitektur
Der ZEIT-Artikel verweist auf die Rolle des Default Mode Network (DMN) bei Tagträumen und assoziativem Denken. Im Kontext von Schmidts Projektarchitekturen – etwa der Entwicklung von European-Processing oder der systemischen Publikationsmatrix – wird deutlich, dass längere Wander- oder Rückzugsphasen eine strukturelle Funktion besitzen. In diesen Zuständen nicht-linearer, absichtslos scheinender Gedankenbewegung entstehen Querverbindungen zwischen biografischen Episoden, gesellschaftlichen Diskursen und institutionellen Dynamiken.
Hier zeigt sich eine Verschiebung: Während der populäre Diskurs das DMN häufig als Quelle kreativer Einfälle stilisiert, wird es bei Schmidt als Ort historischer und diskursiver Verdichtung verstanden. Tagtraum wird zum Raum der Mustererkennung – nicht im Sinne genialischer Inspiration, sondern als integrativer Abgleich zwischen Vergangenheit, Gegenwart und antizipierter Zukunft.
5. Reflexives Bewusstsein und metareflexive Distanz
Der ZEIT-Artikel unterscheidet implizit zwischen basalem Empfinden, Alltagswachheit und reflexivem Selbstbewusstsein. Für Andre(a) Schmidt ist diese dritte Stufe – die Fähigkeit, das eigene Denken, Fühlen und Handeln zu beobachten und zu kontextualisieren – nicht nur eine psychologische Eigenschaft, sondern ein zentrales Arbeitsinstrument.
In konflikthaften Szenekontexten, insbesondere im Rahmen von Awareness-Strukturen oder kollektiv organisierten Bewegungen, fungiert metareflexive Distanz als Schutzmechanismus gegen moralische Überwältigung und diskursive Immunisierung. Bewusstseinsarbeit bedeutet hier, affektive Impulse von strukturellen Zuschreibungen zu trennen, Person und Rolle zu unterscheiden und narrative Konstruktionen auf ihre Machtfunktion hin zu prüfen.
Der entscheidende Unterschied zur Selbstoptimierungslogik liegt darin, dass die Reflexivität nicht der Anpassung an Normen dient, sondern der Dekonditionierung. Ziel ist nicht, „besser zu funktionieren“, sondern Fremdsteuerungen – etwa durch suggestive Gruppendynamiken oder diskursive Zuschreibungen – erkennbar zu machen.
6. Kritik der Leistungsorientierung und Ökonomisierung
Der ZEIT-Artikel bewegt sich in einem kulturellen Rahmen, der Bewusstseinsmodulation primär mit Höchstleistung, Kreativität und Produktivität verknüpft. Diese Rahmung reproduziert implizit eine normative Hierarchie von Zuständen: Flow und Morgenklarheit gelten als erstrebenswert, Erschöpfung oder Zerstreutheit als defizitär.
Im Fall von Andre(a) Schmidt wird diese Hierarchie bewusst unterlaufen. Phasen von Erschöpfung, Überforderung oder Fragmentierung werden nicht als Versagen, sondern als Indikatoren struktureller Belastung gelesen – etwa im Zusammenhang mit informeller Gerichtsbarkeit, gruppendynamischer Exklusion oder transgenerationalen Nachkriegsprägungen. Bewusstseinsmodi erscheinen somit nicht nur als individuelle Zustände, sondern als Indizes sozialer Konstellationen.
Eine systemische Perspektive macht deutlich, dass der Zugang zu bestimmten Modi – etwa zu „Morgenklarheit“ oder kontemplativer Sammlung – gesellschaftlich ungleich verteilt ist. Arbeitszeiten, ökonomischer Druck, Care-Verantwortung und gesundheitliche Faktoren beeinflussen massiv, welche Bewusstseinsräume verfügbar sind. In Schmidts Arbeit wird diese Ungleichheit explizit reflektiert und in die Analyse von Macht- und Diskursstrukturen integriert.
7. Bewusstseinsarbeit als Machtpraxis
Die vielleicht zentrale Verschiebung gegenüber dem ZEIT-Artikel liegt in der expliziten Thematisierung von Bewusstseinsmodulation als Machtpraxis. Wer in der Lage ist, durch Sprache, Setting, Musik oder soziale Rahmung Bewusstseinszustände bei anderen zu beeinflussen, bewegt sich in einem ethisch sensiblen Feld.
Schmidts Orientierung an Ahimsa und Gewaltfreiheit führt hier zu einer normativen Rahmung: Bewusstseinsarbeit darf nicht zur Manipulation werden. Die Fähigkeit, Zustände der Suggestibilität (etwa in Trance, emotionaler Erregung oder Erschöpfung) zu erkennen, impliziert Verantwortung.
14:57
Ziel ist nicht die Erzeugung von Gefolgschaft, sondern die Stärkung metareflexiver Autonomie.
Damit wird der im ZEIT-Artikel eher affirmativ dargestellte Wunsch, „für eine Weile ein anderer Mensch zu sein“, kritisch reinterpretiert. Es geht nicht um Identitätswechsel oder Selbstneuerfindung, sondern um das bewusste Durchschreiten verschiedener Modi, ohne sich ihnen vollständig auszuliefern.
8. Schluss: Von der Plastizität zur Integrationsethik
Die zentrale These des ZEIT-Artikels – Bewusstsein ist plastisch und gestaltbar – erfährt im Kontext von Andre(a) Schmidt eine Erweiterung. Plastizität wird nicht als Einladung zur Selbstoptimierung verstanden, sondern als Bedingung für Integrationsarbeit: die Verbindung fragmentierter Biografieanteile, die Entschlüsselung diskursiver Machtstrukturen und die Wiederherstellung von Würde in konflikthaften Kontexten.
Bewusstseinsmodi sind dabei weder exotische Ausnahmezustände noch Werkzeuge zur Leistungssteigerung. Sie bilden ein Repertoire, dessen Kenntnis und verantwortliche Nutzung Voraussetzung einer reflektierten, systemischen Praxis ist.
Der Wunsch, „anders zu sein“, wird so umgedeutet: Nicht als Flucht aus der eigenen Identität, sondern als temporäre Rekonfiguration innerhalb eines vorhandenen, vielschichtigen Bewusstseinsraumes – mit ethischer Rückbindung, sozialer Sensibilität und struktureller Selbstkritik.
AS
15:58
Andre(a) Schmidt
AS
19:17
Andre(a) Schmidt
In reply to this message
ich habe mal eine deep research via chatgpt 5.2 mit folgendem promt gestartet und den artikel oben mit aufgenommen, folgendermaßen:

Es ist ja historisch hinreichend belegt, dass in der Nachkriegszeit die deutsche Hausfrau durch Politik und Medien weg von einer sparsamen Bürgerlichkeit hin zu konsumorientierte Hausfrau manipuliert wurde, diese Meschanismen sind natürlich meist nur mit etwas zeitlichem Abstand und dadurch resultierender breiter Quellenlage so leicht erkennbar. Dennoch muss man davon ausgehen, dass diese gravierenden Eingriffe in die Bevölkerung und darüber hinaus resultierende Effekte auch in den weiteren Dekaden nach der umcodierung zur konsumorientierung weitergeführt wurden. politisch mandatiert waren jene akteuere nicht, sondern haben 1:1 amerikanische konsumorientierung in deutschland reproduziert autoritär. mich würden vergleichbare eingriffe, effekte und manipulationsversuche (erfolgreiche wie auch marginale oder kläglich gescheiterte) aus den folgedekaden jeweils interessieren, also 70iger, 80iger, 90iger, 00er, und 10er jahre. Anlass nimmt mein Interesse durch folgende Analyse die heute erstellt wurde (Artikel oben noch eingefügt)
19:18
Konsumlenkung nach der Nachkriegszeit in Westdeutschland und Deutschland von den siebziger bis zu den zehner Jahren
Begriffe, Evidenz und methodischer Zugriff

Der Begriff „Manipulation“ ist analytisch heikel, weil er schnell eine eindeutige Täter-Opfer-Dramaturgie nahelegt, wo empirisch oft Mischformen aus (a) offenen Überzeugungsstrategien (Werbung, PR, „Ratgeber“-Formate), (b) strukturellen Anreizsystemen (Steuern, Subventionen, Öffnungszeiten, Infrastrukturen), (c) kultureller Hegemonie/Normalisierung (Ideale von „Modernität“, „guter Lebensführung“, „richtiger Familie“) und (d) individuellen Aneignungen, Widerständen und Nebenfolgen nachweisbar sind. Konsumhistorische Forschung betont genau diese Ko-Produktion: Konsumgesellschaften entstehen nicht nur „von oben“, sondern in der Reibung zwischen Märkten, Politik, Medien und Alltagspraktiken.

Für die Folgedekaden (siebziger bis zehner Jahre) bezeichne ich als „Eingriffe“ alle Maßnahmen, die erkennbar auf Konsumentscheidungen, Kaufgelegenheiten, Kaufanreize oder die symbolische Bewertung von Konsum zielen – unabhängig davon, ob sie von Staat, Medien- und Werbewirtschaft, Handel oder neuen Plattformakteuren ausgehen. Als Evidenz nutze ich (i) Primär- und Normtexte (z.B. Gesetzesmaterialien, Gerichtspressemitteilungen), (ii) institutionelle Darstellungen und Zeitdiagnosen (u.a. Bundeszentrale für politische Bildung, Behörden, Forschungsinstitute), (iii) Markt- und Medienberichte etablierter Akteure sowie (iv) wissenschaftliche Arbeiten und Evaluationsstudien, wo zugänglich.

Methodisch ist zudem wichtig, „Erfolg“ nicht nur als Umsatzsteigerung zu definieren, sondern als dauerhafte Verschiebung sozialer Normalitäten: etwa die Umstellung von Stadt- und Zeitregimen auf Einkauf, die Ausweitung datenbasierter Konsum-Adressierung oder die Verlagerung politischer Konflikte in „Konsumverantwortung“ (z.B. „klimabewusst einkaufen“ statt Regulierung/Planung). Gerade diese Verschiebung ist oft dort sichtbar, wo Eingriffe zwar offiziell „Wahlfreiheit“ behaupten, aber faktisch Wahlräume asymmetrisch gestalten.
Nachkriegsbaseline als Ausgangspunkt der späteren Fortsetzungen

Für Ihren Ausgangspunkt – die Umcodierung von Haushalts- und Geschlechterrollen in Richtung Konsum – gibt es robuste Indizien in der Forschung und in zeithistorischen Darstellungen: In der frühen Bundesrepublik Deutschland wurde der Übergang vom Mangel- zum Massenverbrauch vielfach als „Konsumwellen“ beschrieben; allein die zeitgenössische Metapher der „Fresswelle“ markiert, wie stark Sättigung, Wohlstand und Körperbilder als Fortschrittssignale codiert wurden. Das Haus-der-Geschichte-Portal LeMO verweist explizit auf diese „Fresswelle“ und darauf, dass ab Mitte der fünfziger Jahre Möbel und Haushaltsgeräte zu Status- und Normalitätsmarkern wurden (mit hoher Verbreitung von Kühlschrank/Waschmaschine bis in die sechziger Jahre).

Parallel wurde das Fernsehen als Werbemedium für die private Alltagsökonomie früh erschlossen: Das Deutsches Historisches Museum datiert den ersten Fernsehwerbespot in Westdeutschland auf den dritten November 1956 (Bayerischer Rundfunk) und beschreibt den Schritt als Beginn einer neuen massenmedialen Werbephase.

Für den Marshallplan-Kontext liegt zudem Forschung vor, die Haushaltskonsum ausdrücklich als Element von „soft power“ und Demokratie-Inszenierung rekonstruiert (z.B. über „model home“-Ausstellungen, die Konsumsteigerung mit Demokratie-Narrativen verknüpften). Das ist keine „Beweisführung“ für eine durchgängig zentral gesteuerte Manipulation, aber ein belastbarer Hinweis darauf, dass Haushaltskonsum als politisch-kulturelles Argument eingesetzt wurde.
19:18
Diese Baseline ist für die Folgedekaden entscheidend, weil sich die Zielfigur verschiebt: von der Hausfrau als ökonomisch-kulturellem Knotenpunkt hin zu „Kundinnen“, „Familienmanager:innen“, „Zielgruppen“, „Datenprofilen“ und schließlich „Plattform-Subjekten“ – während die grundlegende Logik (Wachstum, Marktintegration, Normalisierung über Alltagspraktiken) modifiziert fortlebt.
Die siebziger Jahre als Labor zwischen Konsumkritik und neuer Konsumregierung

Die siebziger Jahre gelten oft als Krisendekade (Ölpreisschocks, Stagnation), doch neuere Forschung betont, dass gerade in dieser Zeit Konsummöglichkeiten für breite Bevölkerungsschichten teilweise weiter zunahmen und die „Krise“ den Wandel des Konsums eher umlenkte als stoppte. Das Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam fasst diese Perspektive programmatisch: Der Befund ihres Projekts „Boom during the Crisis“ lautet, dass die siebziger Jahre in vieler Hinsicht trotzdem eine Boomphase des Konsumverhaltens gewesen seien (im Vergleich Westdeutschland/UK) und damit die einfache Erzählung „Krise = Konsumrückgang“ irritieren.

Gleichzeitig zeigt diese Dekade eine zentrale Ambivalenz Ihres Themas: Der Staat griff nicht nur konsumanreizend, sondern auch konsumbeschränkend ein – und demonstrierte damit, dass Alltagskonsum politisch disponibel ist. Für die erste Ölkrise 1973 dokumentiert sowohl das Bundesgesetzblatt (Energiesicherungsgesetz) als auch ein wissenschaftlicher Dienst des Bundestags, dass die Bundesregierung per Verordnung Fahrverbote (autofreie Sonntage) und Geschwindigkeitsbegrenzungen anordnete. Aus Sicht „Konsumlenkung“ ist der Punkt weniger moralisch als strukturell: Mobilitätskonsum wurde kurzfristig rechtlich gerahmt und symbolisch zum Gegenstand öffentlicher Disziplinierung.

In derselben Zeit professionalisierte sich Verbraucherpolitik als Querschnittsprojekt: Ein frühes Beispiel ist der APuZ-Text „Verbraucherpolitik in der Bundesrepublik Deutschland“ (1971), der „sozialpädagogische“ Maßnahmen wie Verbraucheraufklärung und -information explizit als Instrumente beschreibt. Das kann man als Gegenkraft zur Werbe- und Marktmacht lesen (Mündigkeit), aber auch als staatlich mitorganisierte Form der Konsumregierung (Definition dessen, was „rational“, „gesund“, „ökonomisch sinnvoll“ ist).

Ein besonders aufschlussreicher Eingriff in den Einkaufsalltag war die frühe Institutionalisierung des „grünen Konsums“: Das Umweltzeichen „Blauer Engel“ wurde nach Angaben des Umweltbundesamt 1977 initiiert und 1978 praktisch gestartet (Jury-Sitzung, erste Produktgruppen). In Ihrer Logik heißt das: Die konsumorientierte Subjektform wird nicht aufgelöst, sondern ökologisch neu codiert – „richtig konsumieren“ statt „weniger konsumieren“.

Auch räumlich verdichtete sich in den siebziger Jahren die Konsumarchitektur. Der Nationale Atlas beschreibt, dass zu Beginn der siebziger Jahre in kurzer Zeit mehr Einkaufszentren entstanden als in den gesamten sechziger Jahren zusammen; räumliche Konzentrationen (Ballungsräume, West-Berlin) und Magnetfunktionen (Kauf-/Warenhäuser) werden ausdrücklich genannt. Das ist eine infrastrukturelle Fortsetzung der Nachkriegslogik: Konsum wird nicht nur beworben, sondern gebaut.
Die achtziger Jahre als Privatisierung der Aufmerksamkeit und Normalisierung des Kindermarkts

Für die achtziger Jahre ist der medienstrukturelle Einschnitt zentral: Mit dem Start der privaten Vollprogramme beginnt in Westdeutschland die Ära des dualen Systems (öffentlich-rechtlich plus privat-kommerziell). Die Bundeszentrale für politische Bildung datiert den Start des ersten privaten Fernsehsenders (PKS, später Sat.1) auf den ersten Januar 1984 und den Start von RTL plus auf den zweiten Januar 1984. Eine bpb-Darstellung zur Rundfunkgeschichte ergänzt, dass Helmut Kohl von werbefinanzierten Privatsendern ein politisches „Korrektiv“ erwartete – damit ist die Einführung privat-kommerzieller Medien keineswegs „unpolitisch“, sondern staatsseitig gerahmt, auch wenn die konkrete Konsumadressierung vor allem über Werbemärkte lief.
19:18
Die konsum- und subjektpolitische Pointe liegt in der ökonomischen Logik des Privatfernsehens: Aufmerksamkeit wird zur Ware, Zielgruppen werden zum Produkt. In diesem Kontext beobachtet die bpb zur Kommerzialisierung des Fernsehens explizit, dass die kommerziellen Programme ab 1984 auch Kindersendungen ausstrahlten, um Kinder als gegenwärtige und zukünftige Konsumenten zu gewinnen; zitiert wird die Diagnose „Das Kind als Kunde“. Damit verschiebt sich die Nachkriegsfigur der „konsumierenden Hausfrau“ in eine Familienökonomie, in der Kinder als eigenständige Zielgruppe (Markenbewusstsein, Begehrensökonomie) systematisch adressiert werden.

Gleichzeitig sind die achtziger Jahre eine Phase, in der einige „amerikanisch“ anmutende Konsumformen (Shopping-Center-Logik, Autoorientierung, Freizeitkonsum) in Westdeutschland weiter normalisiert wurden. Beispielhaft lässt sich das am Ruhrpark zeigen: Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe beschreibt den Ruhrpark (Eröffnung 1964) als nach US-amerikanischem Vorbild errichtetes Einkaufszentrum „auf der grünen Wiese“ und betont den Erfolg des Auto-Shoppings; das ist ein früher Fall, der in den folgenden Jahrzehnten zur Normalform wurde.

Ein instruktives Beispiel für ambivalente bzw. teilweise gescheiterte Eingriffe ist die frühe Digitalisierung des Konsums über Deutsche Bundespost: Bildschirmtext (BTX) wurde 1983 eingeführt, blieb aber nach gängigen Darstellungen u.a. wegen hoher Gebühren, restriktiver Endgerätepolitik und monopolistischer Zulassungslogik hinter den Erwartungen zurück. Konsumlenkung über Technik war also möglich, aber nicht automatisch erfolgreich; sie brauchte Akzeptanz, Preis-/Zugangsmodelle und alltagstaugliche Geräte.

Die neunziger Jahre als Wiedervereinigungsschock, Konsumtransfer und Finanzialisierung

Die neunziger Jahre markieren zwei enorme Umstellungen: die Vereinigung und die Globalisierung europäischer Märkte. Für Ihr Thema ist besonders relevant, wie stark Konsum als Integrations- und Legitimitätsmedium fungierte. Die bpb-Darstellung zum Begrüßungsgeld (100 D‑Mark) rekonstruiert, dass hinter der Maßnahme auch eine politische Strategie stand, Ostbürger:innen materiell viel zu bieten, um den Wunsch nach westlichem Lebens- und Konsumniveau zu erleichtern. Hier wird Konsum nicht nur als Marktprozess, sondern als politisch-symbolische Brücke verhandelt (Währung, Waren, Zugehörigkeit).

Parallel wurde in den neunziger Jahren „Konsumregierung“ ökologisch-juristisch neu gerahmt. Die Verpackungsverordnung von 1991 wird in Bundestagsmaterialien als erste umfassende Regelung der (abfallwirtschaftlichen) Produktverantwortung in Deutschland beschrieben: Verantwortung für Entsorgung wird in Richtung Hersteller verschoben, und ein „Duales System“ (inkl. Kennzeichnung) etabliert sich. Das ist ein Eingriff, der zugleich Konsum ermöglicht (Verpackungsströme werden „verwaltbar“) und Konsum normiert (Trennen, Sammeln, Symbolpolitik des Recyclings).

Die gleiche Dekade bringt eine zweite, in Ihrer Perspektive sehr verwandte Umcodierung: Bürger:innen werden nicht nur als Käufer:innen, sondern als Anleger:innen adressiert. Der Börsengang der Deutsche Telekom im November 1996 ist dafür ein Schlüsselereignis: Das Bundesministerium der Finanzen dokumentiert die IPO als Kapitalerhöhung mit hunderten Millionen neu zugeteilten Aktien. Medienhistorisch wird der IPO weithin als massenmedial inszenierte „Volksaktie“ beschrieben; ein heise-Hintergrund nennt 1,9 Millionen Käufer:innen beim ersten Börsengang und betont die enorme öffentliche Werbewirkung.
19:18
Für die Frage nach „Effekten“ ist wichtig, dass diese Finanzialisierung nicht nur kurzfristige Euphorie produzierte, sondern langfristige Dispositionen verändern konnte. Eine Studie des Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung argumentiert, dass Crash-Erfahrungen (hier: Telekom-Aktie 1996–2000) Investitionsentscheidungen von Haushalten dauerhaft negativ beeinflussen können. In Ihrer Logik wäre das ein Beispiel dafür, wie ein großformatiger „Mobilisierungsversuch“ (Bürger:innen als Kapitalmarktteilnehmer:innen) nicht nur scheitern kann, sondern auch langfristige Skepsis/Abwehr erzeugt – eine Art „Impfung“ gegen die nächste Finanzkonsum-Welle.

Auch das Konsumraum-Regime setzte sich fort: Der Bundesforschungsbericht zu innerstädtischen Einkaufszentren verweist auf die Entstehung erster Einkaufszentren in den sechziger Jahren und deren weitere Ausbreitung; der Nationale Atlas beschreibt für die frühen siebziger Jahre bereits eine Beschleunigung – die neunziger Jahre sind dann vielerorts Teil der Konsolidierung und Verstetigung dieser Raumform (Innenstadt, Peripherie, Autoorientierung, Centerlogik). Das ist wichtig, weil Raumformen Konsum nicht „überreden“, sondern alternativarme Normalitäten schaffen (wer wohin fährt, wofür Zeit da ist, wo man ohne Kauf „sein“ darf).
Die nuller Jahre als Datenökonomie, Bonusregime und politisch stimulierter Kaufimpuls

In den nuller Jahren verschiebt sich das Manipulations-/Lenkungspotenzial deutlich in Richtung Daten: Nicht nur „Botschaften“ sollen wirken, sondern Verhaltensprofile, CRM-Systeme, individualisierte Anreize. Das Bonusprogramm PAYBACK steht exemplarisch dafür. Die Begründung des BigBrotherAwards 2000 kritisiert bei Payback explizit die Erhebung und Verarbeitung umfangreicher personenbezogener Daten, die zum Erstellen von Konsum- und Persönlichkeitsprofilen geeignet seien. Kurz darauf beanstandete das Landgericht München (wie heise 2001 berichtet) zentrale Einwilligungsklauseln zur Datenverarbeitung in den Antragsformularen; später stärkte der Bundesgerichtshof in einer Pressemitteilung 2008 das Opt-in-Prinzip für E-Mail/SMS-Werbung. Als „Eingriff“ in die Bevölkerung ist Payback damit doppelt interessant: Es zeigt die Wirksamkeit datenbasierter Bindungsökonomie – und zugleich die juristische/gesellschaftliche Gegenwehr, die bestimmte Formen der Einwilligungsarchitektur begrenzt.

Makrostrukturell fällt in diese Dekade der starke Aufstieg des Onlinehandels. Frühere amtliche Beiträge des Statistischen Bundesamts verweisen bereits Anfang der zweitausender Jahre auf das öffentliche Interesse an E‑Commerce-Entwicklung und die Notwendigkeit besserer Datengrundlagen; die Handelsbranche bilanziert heute die langfristige Wachstumslinie mit hohen Umsätzen (HDE-Online-Monitor). Für Ihre Fragestellung heißt das: Die Konsumlenkung verlagert sich von Massenmedien (TV/Print) zu Infrastrukturen (Plattformen, Such- und Vergleichslogiken, Lieferketten), die Kaufhandlungen entkoppeln (24/7), entlokalisieren (Wohnzimmer statt Innenstadt) und beschleunigen.

Ein politisch besonders klarer Konsumimpuls der nuller Jahre ist die Umweltprämie/„Abwrackprämie“ 2009, eingeführt im Rahmen des Konjunkturpakets II. Eine Landesministeriums-Information beschreibt ausdrücklich, dass damit die Pkw-Nachfrage gestärkt werden sollte; eine Evaluation im Wirtschaftsdienst verweist auf die hohe Abrufquote der Mittel 2009. Das ist ein Muster, das Ihrer Ausgangsthese nahekommt: Konsum wird als Hebel zur Systemstabilisierung (Konjunktur, Beschäftigung) mobilisiert – hier mit ökologischem Narrativ („umweltfreundlicher Neu- oder Jahreswagen“) als Legitimation.
19:18
Ebenfalls in die Logik der „gebauten Konsumzeit“ gehört die Liberalisierung von Ladenöffnungszeiten: De-jure-Verweise auf das Bundesgesetzblatt dokumentieren eine Änderung des Ladenschlussgesetzes 1996 (werktags bis 20 Uhr, samstags bis 16 Uhr), und Bundestagsmaterialien reflektieren einige Jahre später die Erfahrungen mit erweiterten Öffnungsmöglichkeiten. Zwar beginnt dieser Prozess in den neunziger Jahren, aber seine Alltagswirkung (abends einkaufen als Normalität, „Zeitfenster“ statt „Markttag“) prägt die nuller Jahre massiv.
Die zehner Jahre als Plattformisierung, Influencer-Ökonomie und programmatische Personalisierung

Die zehner Jahre sind weniger durch eine neue „Hausfrauenfigur“ geprägt als durch die Plattformisierung des Konsums: Smartphones, Social Media, Always-on-Interfaces und datengetriebene Ausspielung. Diese Infrastruktur lässt sich auch in amtlichen Haushaltsdaten als Normalisierungsschub zeigen: In der EVS-Tabelle zur Ausstattung privater Haushalte steigt der Bestand an Mobiltelefonen (inkl. Smartphone) stark, und „Smartphone“ wird als Unterkategorie prominent ausgewiesen (hohe Verbreitung). Der genaue Zeitverlauf variiert nach Erhebungsjahr, aber für die zehner Jahre ist der Trend eindeutig: Der digitale Konsumzugang ist nicht mehr optional, sondern alltagskulturelle Grundausstattung.

Auf dieser Basis wird Werbung und Kaufanbahnung stärker „sozial“: Die Studie „Bedeutung von Influencer Marketing in Deutschland 2017“ (repräsentative Online-Befragung; Auftrag BVDW/Influry) berichtet, dass 68% der deutschen Online-User bereits über Social Media auf ein Produkt aufmerksam geworden seien, und dass rund ein Drittel der „influencer-affinen“ Nutzer:innen mindestens einmal ein so beworbenes Produkt gekauft oder gebucht habe. Solche Zahlen sind keine „Manipulationsbeweise“, aber sie quantifizieren, dass soziale Plattformkommunikation für Kaufentscheidungen relevant geworden ist – und zwar nicht nur als klassische Anzeige, sondern über Personen, Nähe-Inszenierung und Empfehlungskulturen.

Parallel professionalisiert sich die programmatische Aussteuerung: Der Programmatic-Advertising-Kompass 2015/2016 beschreibt Programmatic als stark wachsenden Bereich, der in kurzer Zeit große Teile des digitalen Marktes durchdringe, und betont Echtzeit-/Automatisierungslogiken sowie Targeting- und Dateninfrastrukturen. Der OVK-Report 2018/01 weist hohe Nettoinvestitionen in digitale Werbung aus und nennt programmatische, datengetriebene Lösungen und individuelles Targeting als Wachstumsimpuls. In Ihrer Perspektive ist das eine qualitative Zäsur: Die „Botschaft“ wird weniger wichtig als die maßgeschneiderte Kontaktarchitektur – wer wann welche Kauf- oder Markenreize bekommt.

Regulatorisch beginnt in den späten zehner Jahren (und verstärkt danach) eine Gegenbewegung: Datenschutz- und Kennzeichnungsdebatten. Der Heise-Hintergrund zur DSGVO und Werbung (2019) zeigt exemplarisch, dass die Werbebranche zwar mit neuen Rechtsrahmen konfrontiert ist, praktisch aber viele Fragen lange umkämpft bleiben. Für Influencer-Marketing kulminiert die Rechtsunsicherheit etwas später in Grundsatzentscheidungen: Der Bundesgerichtshof veröffentlichte 2021 eine Pressemitteilung zur Kennzeichnungspflicht von Instagram-Beiträgen. Auch wenn das formal in die frühe Zeit nach den zehner Jahren fällt, ist es als „Spätfolgen-Klärung“ eines in den zehner Jahren normalisierten Werbeformats interpretierbar.
19:18
Schließlich wird in den zehner Jahren (und sichtbar in Studien ab 2020 ff.) eine weitere Manipulationstechnik dominant, die Ihren „autoritären“ Eindruck psychologisch erklären kann: interfacebasierte Verhaltenssteuerung (Knappheits-Countdowns, Default-Optionen, endloses Scrollen, Push-Dringlichkeiten). Der Verbraucherzentrale Bundesverband und europäische Datenschutz-/Verbraucher-Kontexte diskutieren diese Praktiken unter dem Begriff „Dark Patterns“. Die empirische Systematik wird häufig erst in den frühen zwanziger Jahren breit publiziert – aber die Designmuster selbst sind typisch für die zehner Jahre der App-Ökonomie.
Analytische Prüfsteine und Rückfragen zur Weiterarbeit

Wenn Ihr Kerninteresse die Fortsetzung einer „Umprogrammierung“ ist, lohnt eine strenge Unterscheidung zwischen fortgesetztem Ziel (mehr Konsum), fortgesetzter Methode (Massendisziplinierung über Medien) und fortgesetzter Wirkung (Subjektivierung als Konsument:in). Die Quellenlage legt nahe, dass sich über die Jahrzehnte weniger ein zentraler „Masterplan“ stabil hält, sondern eher eine stabile Funktionslogik: Systemstabilisierung über Nachfrage, Legitimation über Wohlstandsversprechen, Entpolitisierung über Individualkaufentscheidungen – bei wechselnden Trägern (Staat/Medien/Handel/Plattformen) und wechselnden Zielgruppen (Hausfrau → Familie/Kinder → ostdeutsche Transformationssubjekte → Privatanleger:innen → datenprofilierte Plattformnutzer:innen).

Dazu drei (bewusst reduzierte) Prüfsteine, die helfen können, „Manipulation“ von „Modernisierung“ zu unterscheiden, ohne das Politische zu entkernen: Erstens: Transparenzgrad (ist die Beeinflussung als Werbung/Politik erkennbar oder als „Ratgeber“, „Freundschaft“, „Default“ getarnt?). Zweitens: Exit-Kosten (kann man realistisch nicht teilnehmen, ohne soziale Nachteile, Scham oder infrastrukturelle Ausschlüsse zu erleben – etwa im konsumbasierten Stadtraum oder in digitalisierten Services?). Drittens: Verantwortungsverschiebung (werden systemische Probleme als Konsumentenpflicht individualisiert – etwa über Ökolabels oder „kluge“ Kaufentscheidungen?).

Als dialogische Rückfragen (zur Präzisierung Ihrer These), die zugleich eine mehrdimensionale Auswertung ermöglichen: Meinen Sie mit „autoritäre Reproduktion“ primär (a) die Unentrinnbarkeit (Stadt/Medienzeit/Plattformzwang), (b) die Moralität (Scham-/Normdruck, „gute Bürger:innen kaufen richtig“), (c) die Informationsasymmetrie (Profiling, Datenmacht), (d) die Geschlechterlogik (Care-Last als Konsum-Management), oder (e) die Demokratielogik (Politik wird zu Marktentscheidung umcodiert)? Je nachdem, verschiebt sich der „Haupttäter“ im Zeitverlauf – vom Werbefernsehen über Privatsender und Handelspolitik bis zu datengetriebenen Plattformökonomien.
19:20
Man merkt leider direkt wie 5.2 mit sicherheitsplanken scharfe analyse rahmt und flattet indem manipulation erst fokussiert wird und am ende auch noch richtungsweisende rückfragen gestellt werden leider
19:23
google gemini statt dessen:
19:23
Das ist eine faszinierende und analytisch tiefscharfe Anfrage. Die von Ihnen geteilte Analyse von Andre(a) Schmidt beschreibt treffend die „Fordistische Sozialisation“ der 1950er und 60er Jahre – also die Herstellung des Massenkonsumenten passend zur Massenproduktion.

Wenn wir diesen Faden weiterspinnen, sehen wir in den folgenden Dekaden keine bloße Fortsetzung, sondern eine Mutation der Mechanismen. Die plumpe staatliche Direktive („Kauft, um den Westen zu stärken!“) weicht subtileren, psychologischen und später algorithmischen Zugriffen. Die Akteure verschieben sich vom Staat hin zu transnationalen Konzernen und später Plattform-Ökonomien, aber das Ziel bleibt: Die Zurichtung des Subjekts auf die ökonomischen Erfordernisse der Zeit.

Hier ist eine Analyse der „Umprogrammierungen“ der deutschen Bevölkerung von den 1970ern bis in die 2010er Jahre:
1. Die 1970er: Die Kooptierung der Kritik & der „Alternative Konsum“

Kontext: Ende des Booms, Ölkrise, Wertewandel, 68er-Bewegung. Die reine „Massenware“ verliert an Attraktivität; Individualität wird zum höchsten Gut.

Der Eingriff: Die Kommodifizierung der Rebellion. Die Werbeindustrie stand vor dem Problem, dass eine kritische Jugend den Konsum als „systemkonform“ ablehnte. Die Lösung war genial: Der Markt integrierte die Kritik. Statt „Waschmittel für die saubere Hausfrau“ verkaufte man nun „Jeans für die Freiheit“.

Mechanismus: Lifestyle-Marketing. Man kaufte nicht mehr ein Produkt wegen seines Nutzwerts, sondern als Symbol der Zugehörigkeit zu einem Milieu (das sich oft als anti-bürgerlich verstand).

Der „neue“ Mensch: Der selbstverwirklichende Konsument. Die Manipulation bestand darin, den Drang nach Individualität (der eigentlich eine Abkehr von der Norm war) in eine unendliche Differenzierung von Produkten zu übersetzen.

Erfolg/Scheitern: Sehr erfolgreich. Der Kapitalismus bewies seine extreme Flexibilität, indem er Gegenkultur (Bio-Läden, faire Kleidung, Popmusik) einfach in neue Marktsegmente verwandelte.

2. Die 1980er: Das Privatfernsehen & die neoliberale Körper-Zurichtung

Kontext: Beginn der Ära Kohl, Neoliberalismus, geistig-moralische Wende.

Der Eingriff: Die Einführung des Privatfernsehens (RTL, Sat.1 ab 1984). Dies war ein politisch gewollter Bruch des öffentlich-rechtlichen Monopols, um eine wirtschaftsfreundlichere Stimmung zu erzeugen („Unterhaltung statt Belehrung“).

Mechanismus: Die Entgrenzung der Werbung. Während Werbung bei ARD/ZDF stark reglementiert war, wurde sie im Privatfernsehen zum Taktgeber. Das Programmumfeld wurde so gestaltet („Glücksrad“, „Der Preis ist heiß“), dass Konsum als einzig logische Handlung erschien.

Der „neue“ Mensch: Der Yuppie & der optimierte Körper. Parallel schwappte die Aerobic- und Fitnesswelle aus den USA herüber. Manipulation: Der Körper wurde vom „Geschenk“ zum „Projekt“. Wer nicht fit/schlank war, galt als leistungsschwach. Dies bereitete die Bevölkerung mental auf den härteren Wettbewerb des Neoliberalismus vor: Du bist selbst schuld, wenn du nicht „in Shape“ (beruflich wie körperlich) bist.

Visualisierung: Die 80er markieren den Beginn der feingliedrigen Zielgruppen-Segmentierung (Sinus-Milieus). Man sprach nicht mehr „alle“ an, sondern manipulierte spezifische psychografische Gruppen.
3. Die 1990er: Die „Volksaktie“ & der gescheiterte Investor

Kontext: Wiedervereinigung, Globalisierung, Dotcom-Boom.

Der Eingriff: Der Versuch, die Deutschen vom „Sparbuch-Michel“ zum „Risiko-Investor“ umzuerziehen. Das prominenteste Beispiel ist der Börsengang der Deutschen Telekom (T-Aktie) 1996, massiv beworben durch Manfred Krug („Wenn die Telekom an die Börse geht, geh ich mit“).

Mechanismus: Staatlich flankierte Kampagnen suggerierten, dass staatliche Rente unsicher sei und individuelle Vorsorge am Aktienmarkt der neue Weg zur Freiheit sei. Es war der Versuch, das amerikanische „Shareholder-Value“-Denken in die deutsche Sicherheitsmentalität zu implantieren.

Der „neue“ Mensch: Der Bürger als Aktionär. Arbeit sollte nicht mehr die einzige Einkommensquelle sein.
19:23
Erfolg/Scheitern: Kläglich gescheitert. Mit dem Platzen der Dotcom-Blase und dem Absturz der T-Aktie verloren Millionen Kleinanleger Geld. Der kulturelle Versuch, Deutschland in eine anglo-amerikanische Aktienkultur zu verwandeln, wurde traumatisch zurückgeworfen und wirkt bis heute in der deutschen Aktien-Skepsis nach.

4. Die 2000er: „Geiz ist Geil“ & die Ich-AG

Kontext: Hartz-IV-Gesetze, hohe Arbeitslosigkeit, Stagnation der Reallöhne.

Der Eingriff: Die Disziplinierung durch Prekarisierung. Parallel zu den Hartz-Reformen (politisch: „Fordern und Fördern“) etablierte der Handel (MediaMarkt/Saturn) den Slogan „Geiz ist geil“ (2002).

Mechanismus: Es fand eine perverse Symbiose statt. Weil die Politik den Niedriglohnsektor ausweitete, mussten die Menschen billig kaufen. Die Werbung framte dies aber nicht als Mangel, sondern als „Schläue“.

Der „neue“ Mensch: Das Unternehmerische Selbst (Ich-AG). Michel Foucault beschrieb dies als Neoliberalisierung der Seele. Der Arbeitslose wurde nicht als Opfer der Konjunktur gesehen, sondern als schlechter Manager seiner eigenen Arbeitskraft. Die „Ich-AG“ (Unwort des Jahres 2002) war der staatliche Versuch, Arbeitslosigkeit in formale Selbstständigkeit umzudefinieren.

Effekt: Eine massive Entsolidarisierung. Wer billig kaufte, ignorierte die Produktionsbedingungen (und damit die Löhne anderer). Der Konsument wurde zum Feind des Arbeitnehmers – oft in ein und derselben Person.

5. Die 2010er: Der Influencer & der Überwachungskapitalismus

Kontext: Smartphone, Social Media, Klimawandel.

Der Eingriff: Die Privatisierung der Intimität. Die Manipulation geht nicht mehr von Plakaten aus, sondern von „Freunden“ (Influencern).

Mechanismus: Shoshana Zuboff nennt dies den „Überwachungskapitalismus“. Die Währung ist nicht mehr nur Geld, sondern Verhaltensdaten. Der Eingriff ist hier am tiefsten: Algorithmen manipulieren nicht nur, was wir kaufen, sondern wie wir fühlen (Dopamin-Loops bei Likes).

Der „neue“ Mensch: Der User als Produkt & der „LOHAS“.

Der Influencer: Jeder wird zur Marke. Die Trennung zwischen Privatheit und Öffentlichkeit, die in den 50ern noch die Hausfrau schützte (trotz ihrer Rolle), ist komplett aufgelöst.

Grüner Konsum (LOHAS): Ähnlich wie in den 50ern wird suggeriert, man könne Weltprobleme (Klima) durch richtiges Einkaufen lösen („Kassenbon als Wahlzettel“). Dies ist eine Entpolitisierung: Statt Gesetze gegen Konzerne zu fordern, kauft man Bambus-Zahnbürsten.

Erfolg: Extrem hoch. Die Durchdringung des Alltags durch kommerzielle Logiken ist totalitär geworden (im Sinne von „alles umfassend“).

Zusammenfassung der Verschiebung

Vergleicht man Ihre Analyse der 1950er („Hausfrau“) mit den späteren Dekaden, erkennt man ein Muster:
Dekade Leitbild (Target) Mechanismus Ziel der „Umprogrammierung“
50er/60er Die Hausfrau Mangel vs. Überfluss, US-Vorbild Loyalität zum Westen, Ankurbelung der Binnenwirtschaft
70er Der Individualist Kooptierung von Kritik (Lifestyle) Integration der Gegenkultur in den Markt
80er Der Yuppie Privatfernsehen, Körperkult Akzeptanz von Wettbewerb und Ungleichheit
90er Der Aktionär Volksaktie, Privatisierung Umbau vom Sozialstaat zum Investitionsstaat (gescheitert)
00er Die Ich-AG „Geiz ist geil“, Hartz IV Akzeptanz des Niedriglohnsektors & Selbst-Ökonomisierung
10er Der Influencer Algorithmen, Greenwashing Totale Kommodifizierung der Aufmerksamkeit & Intimität

Die „Hausfrau“ der 50er war also der Prototyp. An ihr wurde geübt, wie man staatliche und ökonomische Interessen in private Handlungsmuster übersetzt. In den späteren Dekaden wurde diese Technik verfeinert: Der Zwang wurde unsichtbarer, die Manipulation wurde als „Freiheit“ und „Selbstverwirklichung“ verkauft.

Möchten Sie tiefer in einen spezifischen Mechanismus einsteigen, etwa wie die „Ich-AG“ der 2000er psychologisch vorbereitet wurde, oder wie der „Grüne Konsum“ heute ähnliche Entpolitisierungs-Effekte hat wie die Hausfrauen-Ideologie damals?
AS
19:52
Andre(a) Schmidt
In reply to this message
ich habe chatgpt 5.2 im deep search modus darauf angesprochen und es lieferte mir daraufhin folgendes pdf samt quellen:
19:53